Nachspielen
Töne finden, vergleichen und so lange wiederholen, bis aus Suchen Musik wurde.
Es begann mit einem Video, einem unerreichbar wirkenden Stück und dem Gefühl: Das will ich auch.
Die Geschichteum 2017
Ich sah Lionel Yu von MusicalBasics Chopins Revolutionsetüde spielen. Die Wucht, die Geschwindigkeit, die Bewegung – plötzlich war Musik etwas, das ich selbst machen wollte.
Von meinem Ersparten kaufte ich ein kleines Keyboard. Darauf spielte ich zunächst gefühlt Tag und Nacht.
Das Video von MusicalBasics ansehenTöne finden, vergleichen und so lange wiederholen, bis aus Suchen Musik wurde.
Fallende Balken statt klassischem Unterricht: Tutorials zeigten, welche Taste als Nächstes kommt.
Wenn andere Pause machten, ging ich in den Musiksaal und spielte dort weiter.

Bis heute kann ich die Revolutionsetüde nicht spielen. Und trotzdem ist sie vielleicht das wichtigste Stück meines musikalischen Weges: nicht als Ergebnis, sondern als Anfang.
Zieh durch die Jahre. Angenommen, es waren im Durchschnitt zwei Stunden Klavier pro Woche – manchmal viel mehr, manchmal gar nicht.
Rechenmodell mit durchschnittlich zwei Stunden pro Woche. Die Wirklichkeit war ungleichmäßiger: am Anfang oft Tag und Nacht, später manchmal deutlich weniger.