LernenBachelorarbeit · Arbeitsfassung 2026

Musik ist nicht nur zum Nachspielen da.

Was passiert, wenn Jugendliche im Musikunterricht nicht nur interpretieren, sondern eigene Klänge, Songs und Formen erfinden?

ArbeitstitelWege zum KomponierenDidaktische Prinzipien und Formate für die Sekundarstufe I und II
Ein Schüler und seine Musiklehrerin stehen mit Noten neben einem Klavier.
Foto: Yan Krukau / Pexels
Die Ausgangsfrage

Ist Komponieren erlernbar – oder eine Gabe für wenige?

Das Bild vom unerreichbaren „großen Komponisten“ kann eine unnötige Schwelle erzeugen. Die Arbeit richtet den Blick deshalb auf den Prozess: auswählen, ausprobieren, verwerfen, ordnen, zuhören und gemeinsam weiterdenken.

01hören02erfinden03probieren04verändern05teilen
Im Lehrplan längst angelegt

Eigene Musik beginnt nicht erst mit einer Partitur.

Erfinden, gestalten und produzieren zieht sich durch die österreichischen Lehrpläne. Die Begriffe verändern sich – die Idee bleibt: Schüler:innen werden selbst musikalisch tätig.

  1. 01

    Primarstufe

    Klanggeschichten und Klanglandschaften

  2. 02

    Sekundarstufe I

    Motive erfinden, arrangieren und Medien kreativ gestalten

  3. 03

    Sekundarstufe II

    Songwriting, Film- und Werbemusik, eigenständige Produktion

Drei mögliche Einstiege

Kleine Formate.
Echte Autorenschaft.

01

Soundscape

2–3 Stunden · Gruppe

Aus Geräuschen, Stimmen und Instrumenten entsteht eine gemeinsame Klanglandschaft.

02

Songskizze

3–4 Stunden · Solo oder Duo

Ein kurzer Text, ein Motiv, eine Form – genug Material für eine erste eigene musikalische Aussage.

03

Arrangement & Remix

4–6 Stunden · Gruppe

Vorhandenes Material wird auseinandergenommen, neu gehört und analog oder digital weitergebaut.

Eine Person arbeitet mit Notenheft und Notationssoftware an einer Komposition.
Foto: Kaboompics / Pexels
Analog ↔ digital

Das Werkzeug darf die Idee leichter machen.

Stimme, Instrument, Aufnahmegerät, Notationsprogramm oder DAW: Entscheidend ist nicht das technisch eindrucksvollste Ergebnis. Entscheidend ist, ob ein Werkzeug den eigenen musikalischen Gedanken hörbar macht.

  • Instrumente und Stimme
  • Notation und Audio
  • Apps, DAW und digitale Produktion
  • KI – mit rechtlicher und ethischer Reflexion
97%

der Befragten einer britischen Studie sahen für junge Menschen zu wenige Möglichkeiten, eigene Musik zu komponieren.

Sound and Music, 2019 – in der Arbeitsfassung zitiert
Was im Weg stehen kann

Nicht fehlende Ideen. Fehlende sichere Räume.

  • Angst, etwas falsch zu machen
  • Zu wenige Gelegenheiten für eigene Musik
  • Unsicherheit bei Lehrpersonen
  • Ungleicher Zugang zu Instrumenten und Technik
Rollenwechsel

Die Klasse wird zum Studio.

Lehrpersonen müssen nicht jede Lösung kennen. Sie gestalten den Rahmen, moderieren Entscheidungen und geben Feedback. Jugendliche werden von Ausführenden zu Autor:innen.

LehrpersonDesigner:in · Moderator:in · Coach
Schüler:innenAutor:innen · Ensemble · Feedbackpartner:innen
Zwei Musiker:innen arbeiten lachend gemeinsam in einem Tonstudio.
Foto: Guto Macedo / Pexels
Stand: Arbeitsfassung

Diese Geschichte ist noch im Werden.

Die theoretischen Linien, Lehrplanbezüge und Praxisformate stehen. Einzelne Belege, Formulierungen und das abschließende Resümee werden in der Bachelorarbeit noch geschärft.

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